Nähen für Frauen

Rollkragenshirt zum Blog-Geburtstag

Den heutigen Blogpost möchte ich gerne nutzen, um mich bei euch zu bedanken! Bei den treuen Leserinnen, die fast jeden Blogpost lesen, bei den Gelegenheitslesern und natürlich auch bei den vielen neuen Gesichtern, die jeden Tag über meinen Blog stolpern. Ich freue mich immer total über die vielen lieben Kommentare und E-Mails von euch, aber auch die Anregungen und Inspirationen, die ihr hier hinterlasst. Ohne euch wäre der Blog nicht das, was er ist und würde nichtmal halb so viel Spaß machen wie jetzt.

Mein Blog ist heute 2 Jahre alt geworden! Ganz still und heimlich (von meinem Mann kam heute aber eine Glückwunsch-SMS 🙂 ) – eine große Party passt einfach nicht zu mir. Aber den Anlass möchte ich gerne nutzen, um ein bisschen von dem Weg zu diesem Blog zu erzählen, aber auch was hier bei und aktuell so im Hintergrund alles passiert.

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel

Warum habe ich eigentlich mit dem Nähen begonnen?

Bis auf einige tolle Kleider, Hosen und Mäntel, die meine Mutter in unserer Kindheit für uns genäht hat, hatte ich lange Zeit überhaupt gar nichts mit dem Nähen zutun. Das Nähen kam erst (wie wohl bei den meisten) mit einem neuen Lebensabschnitt in mein Leben: Unserem Kind.

Ich war im 8. Monat schwanger und gerade wieder in die Heimat gezogen (mein Mann folgte mir erst ein paar Wochen später). Vor der Schwangerschaft habe ich fast jeden Tag in der Küche verbracht und gebacken. Mittlerweile konnte ich aber nicht mehr so lange stehen und mit Mini-Kind sind aufwendige Backprojekte nicht mehr so einfach realisierbar – ich brauchte also ein neues Hobby. Und ich wollte selbst noch etwas Sinnvolles und Individuelles für unseren Nachwuchs gestalten. Also habe ich viel Zeit im Quilt- und Patchworkladen meiner Schwiegermutter verbracht und mein erstes Nähprojekt, einen Krabbel-Quilt, genäht. Es hat nicht lange gedauert und ich war mit dem Nähvirus infiziert, der sich bis heute hartnäckig hält 😉

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel

Die Entstehung des Blogs

Vor diesem Blog gab es ein Fotoalbum auf meinem Handy, in dem ich alle meine Nähwerke gesammelt habe. Mein Mann hat all meine Sachen abgelichtet, damit ich meiner Schwiegermutter die fertigen Werke in Aktion zeigen und gezielt Fragen stellen konnte. Da er schon immer gerne fotografiert hat, wurden die Ansprüche an unsere Fotos immer größer und die Fotos professioneller. Zeitgleich habe ich das Gefühl gehabt, mir Notizen zu den Bildern machen zu müssen, um Dinge wie Schnittmuster und Größen im Überblick zu behalten. „Dann kann ich die Sachen ja auch gleich auf einen Blog stellen!“ Ja, warum eigentlich nicht!? Also haben wir einen Blognamen gesucht und eine Seite eröffnet. Das Resultat sehr ihr hier 🙂

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel

Was hier aktuell bei uns passiert

Alltag

Jetzt, 2 Jahre nach Blogstart, sind wir erneut im Umbruch. Die letzten Wochen haben viele kleinere und größere Änderungen mit sich gebracht: Unser Sohn geht seit ein paar Wochen in die KiTa, was vor allem meine Tagesplanung völlig auf den Kopf stellt. Bis August war ich eine Vollzeitmama, die dank Betreuung der Omas ein bis zwei Kurse pro Semester an der Uni belegen konnte. Den Mittagsschlaf und die Abendstunden habe ich für das Nähen und den Blog genutzt. Nun habe ich die Möglichkeit, meinem Studium wieder einen größeren Anteil in meinem Leben einzuräumen. Mein Mann hat sich beruflich weiterentwickelt, muss „nur noch“ seine Masterarbeit schreiben, hat zusätzlich eine Dozentenstelle angenommen und wird ganz bald länger arbeiten, da er selbst keine Vorlesungen mehr besuchen muss.

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel
Nähen

Aber auch mein Nähen selbst hat sich weiterentwickelt. Mit der Zeit habe ich angefangen, mir selbst Kleidung zu nähen, da gekaufte Kleidung oft nicht perfekt passte und meine Ansprüche höher wurden. Mit wachsender Näherfahrung kam bei mir aber die Erkenntnis, dass auch die meisten Schnittmuster nicht immer für jede Körperform optimal sind – wir sind halt alle anders gebaut. Die Ansprüche an Passform und Material wurden höher und ich war auch mit meinen genähten Sachen nicht mehr ganz zufrieden. Bereits im letzten Jahr habe ich einen Schnittkonstruktionskurs besucht, dieses Jahr einen für Passformkorrekturen. Ich werde zwar weiterhin viel nach Schnittmustern nähen, aber gerade Basic-Teile werde ich wohl anhand meiner Körpermaße selbst konstruieren. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, wenn ein selbstkreiertes und -genähtes Teil perfekt passt!

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel
Blog

Auch der Blog entwickelt sich immer weiter. Erst kürzlich bin ich auf eine selbstgehostete Seite umgezogen, habe mein Design verfeinert und ein neues Logo gestaltet. Die Veränderung hatte aber nicht nur optische Gründe, sondern auch praktische, denn ich möchte flexibler werden. Ein paar Sachen habe ich bereits in Planung, die ich hoffentlich ganz bald auf dem Blog umsetzen kann. Erst einmal beginnt jedoch diesen Monat das neue Semester und wir haben alle Hände voll zutun, unseren Alltag optimal zu sortieren, um möglichst viel Zeit als Familie zu haben. Ich freue mich total darauf, die vielen Ideen endlich umzusetzen, die mir seit langer Zeit im Kopf schwirren.

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel

Nähprojekt: Rollkragenshirt nähen

Wie schon erwähnt möchte ich gerne die Basisteile für meinen Kleiderschrank selbst konstruieren, damit sie perfekt sitzen und so eine gute Basis für ein Outfit bilden. Der tolle Bio-Jersey vom Stoffonkel liegt schon fast ein Jahr in meinem Stoffregal und wartete geduldig auf seine Bestimmung. Ich habe erst ein paar Probeshirts genäht, bis ich mich getraut habe, ihn endlich anzuschneiden. Obwohl ich bisher kein einziges Rollkragenteil im Schrank habe, liebe ich dieses Oberteil! Tailliert, trotzdem bequem, schick, dennoch alltagstauglich, mit perfekter Passform – der aufwändige Weg zu diesem Shirt hat sich für mich definitiv gelohnt! Ich kann nun mit dem Schnitt arbeiten und ihn nach Herzenlust verändern. Ich freue mich total darauf und hoffe darauf, bald Zeit kaufen zu können, um alle Ideen umsetzen zu können! 🙂

Näh.bar – Gestreiftes Rollkragenshirt aus Bio-Jersey vom Stoffonkel

Alles auf einen Blick

Schnitt: selbst konstruiert (ein ähnliches Rollkragenshirt ist z.B. die MAjuna* von Ki-Ba-Doo)
Stoff: Bio-Jersey* vom Stoffonkel
Schwierigkeit:

 

Verlinkt: RUMS, afterworksewing

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3 Kommentare

  • Reply Manuela Hoffmann 13. Oktober 2016 at 17:57

    Das ist eine schöne Bloggeschichte, danke für den Einblick.
    Ich wünsche Dir für den neuen Abschnitt viel Erfolg. Möge genug Zeit für dieses schöne Hobby und Deinen tollen Blog bleiben!

    btw. Streifen gehören in jeden, wirklich jeden Kleiderschrank ;), gut sitzende noch dazu. Tolles Shirt!

    LG Manu

  • Reply Julia Kentrat 13. Oktober 2016 at 20:30

    Hallo Patricia…
    Irgendwie hört sich das alles wirklich toll an! Während ja viele Frauen ihr Dinge mit dem Blog verwirklichen, scheint es bei dir bzw bei euch ein regelrechtes Familienprojekt zu sein!!!! Das finde ich wunderschönen!
    Ich wünsche euch viel Ruhe und Kraft für die vielen neuen Wege, die ihr geht und auch viel Spaß dabei!!! Nicht mehr „nur Mama“ zu sein und wieder richtig in den Unialltag einzusteigen kann ganz großartig sein…Ich wünsch dir eine tolle Zeit!!!
    So einen Schnittmuster Kurs würde ich auch sehr gerne belegen…Hast du das allein gemacht, oder in einer Gruppe???
    Liebste Grüße
    Julia

    • Reply Patricia 8. Januar 2017 at 21:11

      Liebe Julia,
      tut mir Leid, dein Kommentar ist leider total untergegangen 🙁 Vielen Dank, der „neue“ Alltag ist eine ganze Ecke stressiger und ich bin in den letzten Monaten leider kaum zum Nähen gekommen. Trotzdem macht es wirklich sehr viel Spaß den Unialltag wiederzuhaben (außer in der Klausurzeit natürlich!).
      Meine Schnittkonstruktionskurse habe ich jeweils auf dem Lillestofffestival belegt und das war jedes mal mit ungefähr 10 Personen. Es war wirklich sehr viel neues Wissen für nur einen Tag, aber immerhin bin ich nun in der Lage grundlegende Schnittmuster nach meinen Maßen zu konstruieren. Wobei man damit natürlich nicht für alles ausgerüstet ist, dafür sind die Techniken einfach viel zu komplex.
      Liebe Grüße
      Patricia

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