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Lillestoff-Festival 2016

Vor mehr als einer Woche hat es stattgefunden. Das Nähevent, auf das alle hingefiebert haben: Das Lillestoff-Festival 2016. Höchste Zeit, das großartige Wochenende Revue passieren zu lassen. Ein Wochenende voller alter und neuer Bekanntschaften, lautem Gelächter, Maschinengeratter und natürlich ganz viel Stoff!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Der Samstag – Start ins Lillestoff-Festival

Mitte September war es nun also endlich soweit. Ich hatte es gerade rechtzeitig geschafft, alle Projekte für meine Workshops vorzubereiten. Im Gegensatz zu letztem Jahr musste ich dieses Jahr die 150km Richtung Hannover nicht alleine zurücklegen, denn meine liebe Anna hat uns schon am Abend zuvor besucht und bei uns übernachtet. Früh am Samstag Morgen machten wir uns also auf den Weg nach Hannover. Auf der Fahrt waren wir so in unser Gespräch vertieft, dass wir die (gefühlt 100) Hinweisschilder der Sperrung unserer Ausfahrt glatt übersehen haben. Als ich am Sonntag die Strecke noch einmal gefahren bin, habe ich mich ein bisschen geschämt, so viele Schilder übersehen zu haben 😉 Das fing ja großartig an, der Umweg hat uns aber zum Glück nicht ganz so viel Zeit gekostet.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Bei Lillestoff angekommen, haben wir uns als erstes in der großzügigen Halle umgesehen. Der grobe Aufbau in der Halle war mir aus dem letzten Jahr sehr vertraut, obwohl vieles umgebaut oder anders war. Die ganze Halle wirkte strukturierter, aber auch voller – kein Wunder, dieses Jahr waren jeden Tag 800 Nähverrückte auf dem Festival. Eine riesige Verkaufsecke, unzählige Nähplätze, Bloggerwand, Fotobox, Kaffee- und Kuchenstände und ein umfangreiches Mittagsbuffet – es blieben fast keine Wünsche offen an diesem Nähwochenende.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Cover-BASICS bei JOMA-Style

Viel Zeit zum Umsehen war nicht, denn mein erster Workshop fand bereits am Samstag Vormittag statt, weshalb ich nach der ersten kurzen Runde schnell meine Maschinen aus dem Auto geholt und meine Platz aufgebaut habe. Ich hatte zu meinem Glück einen der begehrten Cover-BASICS Plätze bei Anja von JOMA-Style bekommen. Meine Coverstitch habe ich schon eine ganze Weile und zum Säumen und Einfassen auch wirklich oft in Gebrauch. Bisher habe ich sie aber nur selten genutzt, um die Nahtzugabe mit der Coverstich-typischen „Ziernaht“ festzusteppen. Der Kurs war offen gestaltet. Wir haben also konzentriert unsere (zuhause zugeschnittenen) Nähprojekte genäht und konnten auftauchende Fragen direkt an die beiden Kursleiterinnen stellen. Das war bei der Lautstärke in der großen Halle auch sinnvoller als ein angeleiteter Kurs, bei dem man nur jedes dritte Wort versteht. Zudem waren wir auf unterschiedlichem Wissens-Stand und konnten gezielt Fragen zu unseren individuellen Problemen stellen.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Mein Nähmaschinen-Drama

Jetzt kommt das große ABER, das mich ganz schön viele Nerven gekostet hat: Meine Overlook hatte an diesem Wochenende leider andere Pläne. Zwei Nähte hat sie noch gemacht, dann wollte sie nicht mehr. Ich habe sie unzählige Male neu eingefädelt, aber immer und immer wieder riss mir nach ein paar Zentimetern der Faden. Irgendwann sah dann auch das Stichbild abenteuerlich aus und sie hörte sich nicht mehr wirklich gesund an. Und das ausgerechnet am Lillestoff-Festival!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Nachdem ich bis zum Mittagessen ehrgeizig, aber erfolglos versucht habe meine Maschine zum Laufen zu bekommen, habe ich sie zurück ins Auto gebracht. Netterweise durfte ich auf der Overlock meiner Nachbarin weiternähen, meine gute Stimmung war aber irgendwie trotzdem etwas betrübt. Ein paar Covernähte habe ich aber noch geschafft und bin auch einige Fragen losgeworden. Mit den tollen Tipps habe ich zuhause auch schon fleißig üben können, das erste Resultat zeige ich euch schon ganz bald. Meine Overlook habe ich nach dem Wochenende natürlich zur Reparatur gebracht. Bisher habe ich sie leider nicht wieder und weiß auch noch nicht, was ihr fehlt 🙁

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Unser Samstagabend

Auch in diesem Jahr habe ich mich dafür entschieden, im eigenen Bett zu schlafen und dafür beide Tage nach Hannover zu fahren. Als Uni-Pendlerin machen mir lange Autofahrten mittlerweile nichts mehr aus und dieses mal hatte ich ja wie schon erwähnt eine tolle Gesprächspartnerin. Am Samstagabend wieder zuhause angekommen, sind wir zu dritt Essen gegangen: Mein Mann, Anna und ich. Es war tatsächlich erst das 2. mal, dass wir ohne unseren Sohn abends weggegangen sind. Der schöne Abend hat nach meinem Overlock-Desaster wirklich gut getan und wir haben unseren kinderfreien Abend sehr genossen. Zum Abschluss haben wir sogar noch einen kleinen Stadtbummel gemacht und Anna unsere Heimatstadt gezeigt.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Der Start in den 2. Festivaltag

Am Sonntag habe ich vom Festivalgeschehen in der Halle selbst nur sehr wenig mitbekommen. Nur zum Mittagessen habe ich mich unter die Festivalbesucher gemischt. Der zweite Workshop dieses Wochenendes stand an und der begann damit, dass ich mich erstmal verlaufen habe. Es gab am Eingang zwar einen schönen Lageplan, den ich aber erstmal ganz selbstbewusst ignoriert habe und den gleichen Raum wie im letzten Jahr angesteuert habe. Ich bin also 3 Etagen umsonst hoch und runter gelaufen – ein bisschen Frühsport!

Workshop „Anpassen eines Schnittmusters“

Im richtigen Raum angekommen, habe ich den Rest des Tages mit 9 interessierter Frauen in einem kleinen Raum verbracht und gelernt, wie man Schnittmuster an unterschiedliche Maße und Körperformen anpasst. Am Vormittag haben wir viele theoretische Schnittmuster-Änderungen besprochen, mit denen wir selbst bei vielen Schnitten Probleme haben. Zu klein, zu groß, Schultern zu breit oder zu schmal, Oberweite zu groß oder klein? Kein Problem, wir haben für nahezu alle erdenklichen Körperformen notwendige Änderungen besprochen, damit das genähte Oberteil perfekt sitzt. Da ich das Thema sehr spannend finde, verging die Zeit wie im Flug und nach so viel interessantem Input rauchten uns zeitweise wirklich die Köpfe.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Nachmittags durften wir unser neues Wissen an einem Schnitt praktisch ausprobieren. Wir hatten die Wahl, selbst einen Schnitt und das passende Probeshirt mitzubringen und für uns zu korrigieren. Alternativ konnten wir einen ganz neuen Schnitt  an unsere Körpermaße anpassen konnten. Ich habe zu dem Kurs sowohl meinen konstruierten Schnitt aus dem Workshop letztes Jahr mitgebracht als auch einen zuhause konstruierten Schnitt, der nur noch kleine Änderungen bedurfte. Ich habe das Gefühl, dass mich dieser Kurs bei meinen Nähprojekten ein ganzes Stück weiter bringen wird. Sitzt ein Oberteil nicht so wie es soll weiß ich nun, wie ich den Schnitt optimal abändern kann. Ich brauche nicht ständig einen neuen Schnitt kaufen und ausprobieren, sondern kann einfach meinen Schnitt so verändern, wie ich gerne möchte. Ich freue mich schon darauf, kreativ zu werden!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2016

Fazit des Lillestoff-Festivals 2016

Ich habe lange überlegt, ob es gut oder schlecht war, zwei lange Workshops zu belegen. So ganz bin ich nicht zu einem Ergebnis gekommen, denn die Workshops waren toll und ich habe viel gelernt. Andererseits hätte ich gerne noch viel mehr gequatscht und Nähmädels kennengelernt 🙂 Zumindest mit meiner lieben Anna hatte ich während der Autofahrten und abends so richtig viel Zeit zu quatschen. Ich freue mich schon auf das Lillestoff-Festival 2017 – der Termin steht schon in meinem Terminkalender!

Verlinkt bei: Lillestoff

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So war es auf der sew! 2016

Am 6. Mai 2016 war es endlich soweit: Meine erste, richtige Mama-Auszeit. Es ging zur sew! 2016 nach München, genauer Pliening. Ich bin zwar auch schon im letzten Jahr einmal ohne meine Männer unterwegs gewesen, zum Gute-Nacht-sagen war ich  aber wieder zu Hause. Genau eine Woche habe ich mir nun Zeit genommen, alle Eindrücke der sew! sacken zu lassen. Es war ein Wochenende voller netter Gespräche, fröhlichem Gelächter und vor allem viel Zeit, sich ausgiebig über das gemeinsame Hobby auszutauschen.

Näh.bar – sew 2016

Anreise

Mein Kurzurlaub hat bereits am Freitag mit der Anreise nach München begonnen. Ein bisschen Bammel hatte ich ja schon: Ganz allein mit dem Auto 570km am Stück bin ich noch nie gefahren. Die Strecke war aber nicht so eintönig wie befürchtet. Während einer Pause habe ich neue Konzentration für den Rest der Strecke tanken können. Am Hotel angekommen, habe ich ganz in Ruhe eingecheckt und das Zimmer gesucht. Schnell Gepäck abgestellt und eine Nachricht an die Mitbewohnerin des Doppelzimmers geschrieben. Die Antwort folgte keine Minute später „Bin da!!“. Perfektes Timing!

Näh.bar – sew 2016

Wenige Sekunden später stand vor der Tür auch schon meine breit grinsende Zimmerpartnerin. Ich hatte sie bisher nur über soziale Netzwerke kennengelernt. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Mir ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen, dass wir mehr als genug Themen zu bequatschen hatten. Am Abend haben wir uns in einem Gasthaus einen Ort weiter zu sechs anderen nähverrückten Mädels gesellt. Gemeinsam wurde nett gegessen und gelacht. Ein großartiger Start in das Wochenende!

Näh.bar – sew 2016

Tag 1 der sew!

Samstag Morgen ging es dann so richtig los. Bei der Ankunft am Ort des Geschehens stand bereits eine lange Schlange von Frauen mit großen und kleinen Taschen und Koffern sowie Nähmaschinen vor dem Eingang. Wir haben also unsere Sachen geschnappt und uns ebenfalls angestellt. Dank perfektem Wetter mit strahlendem Sonnenschein überhaupt nicht tragisch. Den Rest des Tages würden wir eh zum Großteil in den Räumlichkeiten verbringen. Eintrittskarte und Goodiebag in der einen und die Nähmaschine in der anderen Hand, haben wir uns dann erstmal einen Eindruck von der Location gemacht.

Näh.bar – sew 2016

Mit dem Lillestoff-Festival im letzten Jahr war dieses Näh-Event auf keinen Fall vergleichbar. Während man beim Lillestoff-Festival direkt nach der Ausgabe der Karten direkt in der riesigen offenen Halle stand, hat man bei der sew! in dem Vorraum erstmal gar nichts gesehen, dass auch nur ansatzweise mit dem Nähen zutun hat. Alles war viel verwinkelter, ruhiger, familiärer: Es hat sich nicht alles in einem riesigen Raum geknubbelt, sondern wurde viel mehr in Ecken aufgeteilt. Im Erdgeschoss gab es einen Raum, in dem schon die ersten für ihren Workshop aufgebaut haben. Direkt oben an der Treppe im ersten Stock war im Vorraum ein wahres Stoffparadies aufgebaut. In dem konnten nach Herzenslust Stoffe und Nähzutaten geshoppt werden. Auch der große Saal war u.a. durch Trennwände gut strukturiert, sodass man nie den Eindruck hatte von Menschenmassen „erdrückt“ zu werden.

Näh.bar – sew 2016

Was macht man da?

Die Beschäftigungsmöglichkeiten waren wirklich vielseitig: Wer keinen Workshop hatte, hat entweder die Stehtische an der Getränkeausgabe für nette Gespräche genutzt, Stoffe eingekauft, Maschinen und Plotter getestet oder die Photobox für Foto-Andenken genutzt. Es gab auch einen Schmuck- und einen Schnittmusterstand und natürlich gab es auch die Möglichkeit, selbst zu nähen oder anderen beim Nähen über die Schulter zu schauen. Da mein einziger Workshop leider mangels Teilnehmer nicht stattfinden konnte, habe ich erstmal die Zeit genutzt, um ein bisschen zu nähen. Währenddessen konnte ich das bunte Treiben im Saal beobachten und habe auch schon das ein oder andere Wort gewechselt. Nach der Mittagspause haben wir dann erstmal das Stoffangebot genau durchleuchtet (ich habe mich das ganze Wochende mit dem Stoffkauf zurückhalten können, juchu!) und uns anschließend zum Quatschen nach draußen in die Sonne gesetzt.

Näh.bar – sew 2016

Verpflegung

Wir mussten das Wochenende natürlich nicht hungern, ganz im Gegenteil! Es gab zum Frühstück belegte Brötchen, Mittags Kartoffelsuppe (Samstag) bzw. Nudeln mit Tomatensoße (Sonntag), leckeren Kuchen und einen Kaffeestand – und das alles war im Eintrittspreis inbegriffen. Auch am Samstagabend wurden wir bei nettem Beisammensein und Live-Musik mit Grillfleisch und Salaten versorgt.

Näh.bar – sew 2016

Tag 2 der sew!

Der Sonntag verlief etwas ruhiger als der Tag zuvor. Jeder wusste, wohin er musste. Die meisten nutzten die Zeit, um die Gespräche des Vortages weiter zu vertiefen oder den ein oder anderen Stoff doch noch zu kaufen. Auch am zweiten Tag habe ich mit Nähen begonnen. Ich habe es wirklich sehr genossen, nähen zu können, wann immer ich es wollte – und nicht wann unser Sohn mich lässt 😉

Näh.bar – sew 2016

An dem Wochenende habe ich einen Body für den kleinen Mann und das Shirt aus meinem letzten Blogpost zugeschnitten und genäht. Außerdem habe ich weitere Projekte vorbereitet und teilweise auch schon zugeschnitten – die werde ich euch ganz bald auf dem Blog zeigen können. Gegen 14 Uhr bin ich dann wieder Richtung Heimat aufgebrochen, um nicht zu stark in den Rückreiseverkehrs des verlängerten Wochenendes zu geraten. Der Plan ist nicht ganz aufgegangen, es war unheimlich viel los auf den Straßen. Nach einigen Staus bin ich dann auch noch in eine Vollsperrung der Autobahn geraten. Also konnte ich mir zumindest eine Dreiviertelstunde mitten auf der Autobahn die Füße vertreten und dem Mini ganz in Ruhe telefonisch eine gute Nacht wünschen konnte. Um 21:30 Uhr war ich endlich wieder zuhause und bin nach einem schnellen Abendessen totmüde ins Bett gefallen.

Näh.bar – sew 2016

Goodiebag

Wie schon erwähnt gab es direkt am Anfang auch ein Goodiebag für jeden von uns. Ein prall gefüllter Jutebeutel mit Allerlei Kleinigkeiten, die uns das Hobby versüßen sollen. Wie immer bei solchen Präsenten ist natürlich nicht alles für jeden brauchbar, aber ich habe doch einige sehr nützliche Sachen in meinem Goodiebag gefunden.

Näh.bar – sew 2016

Lohnt sich die sew?

Eine solche Veranstaltung lohnt sich immer allein schon wegen der Erfahrungen und netten Bekanntschaften. Ich habe es sehr genossen, ein ganzes Wochenende dem Nähen widmen zu können. Fern ab vom Alltagsstress. Ob ich auch nächstes Jahr wieder die lange Anreise nach München auf mich nehmen werde, weiß ich noch nicht. Das werde ich wohl erst entscheiden, wenn es soweit ist. Gerade die Rückfahrt war wirklich anstrengend und ich musste mich am nächsten Tag erstmal ein bisschen erholen.

Näh.bar – sew 2016

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Lillestoff-Festival 2015

Ratternde Nähmaschinen, fröhliches Geschnatter, lautes Gelächter und ein dezenter Kaffeeduft in der Nase. Ich stehe mitten drin – Namensschild in der einen und prall gefüllter Goodiebag in der anderen Hand. Völlig überrumpelt vom bunten Treiben laufe ich orientierungslos durch die riesige Halle. Wo finde ich was? Kommt mir jemand bekannt vor? Und vor allem: Wo muss ich überhaupt hin?

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Ich laufe kreuz und quer durch die Halle auf der Suche nach meinem Workshop. Ich entdecke den beeindruckenden Stoffstand, an dem sich schon viele Nähbegeisterte tummeln. Aber dafür habe ich jetzt keine Zeit. Ich entdecke weitere Verkaufsstände, Stände mit Kaffee und Kuchen und Plakate mit Workshop-Namen an der Wand. Aber auch nach dem fünften Mal Lesen der Plakate kann ich den gesuchten Workshop nicht finden.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Irgendwann kommt mir das Ganze komisch vor und ich frage am Informationsstand nach. Die nette Dame zeigt mir etwas, das ich völlig übersehen hatte: Es gibt eine Infotafel zu den Workshops, gleich neben der Bloggerwand. Ich überfliege schnell die schon aufgehängten Bloggerprofile und hänge mein eigenes dazu. Und dann entdecke ich endlich die gesuchte Information: Mein Workshop findet nicht in der großen Halle statt, sondern in der dritten Etage. Das erklärt Einiges!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Der erste Workshop am Samstag

Oben angekommen stehe ich in einem Raum, der im Vergleich zum Erdgeschoss fast leer erscheint. Dafür wurde hier ein roter Teppich für uns ausgerollt. Wie nett! In der hintersten Ecke finde ich dann endlich meinen Platz und nach einem holprigen Start kann es endlich losgehen mit meinem Kurs: Schnittkonstruktion!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

In einer gemütlichen Runde von 12 Frauen lernen wir erst einmal, uns richtig zu vermessen. Der direkte Körperkontakt ist ein perfekter Eisbrecher und schon nach wenigen Minuten quatschen wir munter drauf los (und bekommen die ein oder andere Anweisung nicht mit – peinlich!). Viele Berechnungen und Konstruktionsschritte später haben wir schon Vorder- und Rückteil unseres maßgeschneiderten Oberteils zu (Pack-)Papier gebracht. Die Zeit verfliegt und wir machen eine Pause, um schnell noch ein bisschen Essen zu ergattern. Am Ende des Tages haben wir den Schnitt des gesamten Oberteils auf unserem Blatt, unsere Köpfe rauchen und die Konzentration ist dahin. Es hat sich absolut gelohnt und ich freue mich schon darauf, mein neues Wissen zuhause auszuprobieren.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Ich habe mich dafür entschieden, abends nach Hause zu fahren und nicht in Hannover zu übernachten. Ich schlafe einfach besser in meinem eigenen Bett. Nach dem anstrengenden Tag freue ich mich sehr auf meine Familie, zu der ich den ganzen Tag über kaum Kontakt gehabt habe. Ich bin so beschäftigt gewesen, dass ich kaum Fotos gemacht habe und nur vereinzelt kurze Nachrichten an meine Lieben versandt habe.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015 Bild von Eric Eckold

Ein entspannter Start in Festival-Tag 2

Der Sonntag Morgen startet für mich wesentlich entspannter: Der Weg nach Lagenhagen ist bekannt, ich habe bereits meine Eintrittkarte und weiß, wo die Workshops stattfinden. Bei Lillestoff angekommen, überwältigt mich das Treiben nicht mehr so wie am Tag zuvor. Ich suche mir einen Nähplatz und packe meine Nähmaschinen aus. Bevor ich mit dem Nähen beginne, lerne ich erst mal meine mir noch unbekannte Nähnachbarin kennen. Die nächsten Stunden nähen wir fleißig, quatschen viel und immer mal wieder kommt jemand vorbei, der uns über die Schulter schaut.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Workshop Nummer 2

Mein zweiter Workshop findet am Nachmittag statt. Ich möchte gerne meinen Blog weiterentwickeln – meine Persönlichkeit soll sich besser in dem widerspiegeln, was ich schreibe und zeige. Daher habe ich mich für den Intensiv-Kurs „Bloggen“ entschieden. Nach zahlreichen Tipps zur richtigen Verwendung der Sprache und Erscheinungsbild der Blogeinträge, schauen wir uns noch Beispiele der Kursteilnehmer an.

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Als erstes werfen wir einen Blick auf einen vergangenen Text von meinem eigenen Blog. Ich merke wie mir die Farbe ins Gesicht steigt. Die Kursleiterin Chris hatte mich zwar schon vor dem Wochenende um Erlaubnis gebeten, ihn zu zeigen und ich habe mich deshalb schon etwas darauf vorbereiten können. Aber plötzlich schleichen sich Zweifel an meinem Blog ein.

In dem Blogeintrag beschreibe ich, wie geduldig sich mein Mann um Kind und Gepäck gekümmert hatte, während ich wenige Stunden vor unserem Kurzurlaub erst begonnen habe mir noch etwas Neues zu nähen. Ich fühle die Blicke der anderen Kursteilnehmer und ich stelle während der Besprechung fest: Die wollen mir gar nichts böses! Vielmehr wird mir wieder einmal klar, wie viel Glück ich mit meinem Mann habe, der mich so gut es geht bei meinem Hobby unterstützt. Er kümmert sich um die Fotos für meinen Blog, bearbeitet sie und liest meine Texte Korrektur. Und zusätzlich nimmt er es geduldig hin, wenn sich unsere Abfahrt verzögert, weil seine nähverrückte Frau unbedingt noch ein Oberteil für den anstehenden Trip nähen muss. Während des Festival-Wochenendes hat er sich übrigens um unseren Mini und die Wäsche gekümmert. Aber meinen Mann behalte ich für mich selbst, der ist nicht zur Abgabe!

Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Der Abschluss eines gelungenen Wochenendes

Nach dem Workshop leeren sich langsam die Nähplätze, die ersten sind schon auf dem Heimweg. Ich will aber noch einige Dinge erledigen, zu denen ich bisher noch nicht ausreichend gekommen bin: Stoffe kaufen, Fotos in der Fotobox machen und natürlich noch ein bisschen quatschen.

 Näh.bar – Lillestoff-Festival 2015

Auf dem Rückweg lasse ich noch einmal alles Revue passieren. Das Wochenende hat sich wirklich gelohnt. Ich habe neue Bekanntschaften gemacht, mein Wissen zu Schnittmustern und Bloggen erweitert und viel Spaß gehabt. Schön war’s auf dem Lillestoff-Festival 2015 – Ich freue mich schon auf nächstes Jahr!

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